Vorlauf zum Generalstreik

Spanien, Februar bis Anfang Juni 2010: Die sozialistische Regierung reagiert auf die Krise mit einem massiven Sparpaket. Sie kündigt unter anderem Lohnkürzungen bei Staatsbediensteten und eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 18 Prozent an. Zudem soll das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre steigen, was einer faktischen Pensionskürzung um zwei Prozent gleichkommt. Schon jetzt liegt die Durchschnittsrente bei knapp 800 Euro im Monat. Jede/r Fünfte ist arbeitslos.

Gegen die Rentenreform gehen am 23. Februar über 100.000 Menschen auf die Straße. Gewerkschaftsdemonstrationen finden in Madrid, Barcelona und Valencia sowie weiteren Städten statt. Ebenfalls aus Protest gegen die Sparmaßnahmen streikt am 08. Juni zum ersten Mal seit 14 Jahren für 24 Stunden der öffentliche Dienst. Es ist zugleich der erste große Ausstand seit Amtsantritt der Sozialisten vor sechs Jahren. Einem Streikaufruf der Gewerkschaften folgen laut eigenen Angaben 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten, während die Regierung bloß von einer Beteiligung von 16 Prozent spricht. In mehreren Städten gibt es Demonstrationen Die beiden größten Gewerkschaften CCOO und UGT drohen mit Generalstreik.

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