Neue Einschnitte, neue Streiks

Griechenland, 18. Juni: Die Streikserie in Griechenland setzt sich fort: Am 18. Juni verlängern die Angestellten der Athener U-Bahn ihren Ausstand erneut um 24 Stunden. Bereits am 16. Juni haben sie die Arbeit nieder gelegt, um gegen die Entlassung von KollegInnen zu protestieren, die als ZeitarbeiterInnen beschäftigt werden. Am 17. Juni schließen sich ihnen die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe an. Sie wenden sich gegen die geplante Rentenreform und Lohnkürzungen. Ab 11 Uhr stehen in der Hauptstadt für fünf Stunden Busse und Straßenbahnen still.

Am selben Tag demonstrieren Gewerkschaften und oppositionelle Linksparteien in Athen gegen die Erhöhung des Renteneintrittsalters. Die entsprechende Reform soll noch im Juni das Parlament passieren. Obwohl einige tausend Menschen auf die Straße gehen, fällt die Beteiligung nach Medienangaben schwächer aus als bei vorangegangenen Protesten.

Ebenfalls am 17. Juni kündigte die sozialdemokratische Regierung an, den Kündigungsschutzes lockern und niedrigere Einstiegsgehälter ermöglichen zu wollen. Premierminister Giorgos Papandreou erklärt, seiner Regierung bleibe angesichts der Vorgaben von EU, Europäischer Zentralbank und IWF wenig Spielraum. Konservative wie linke Oppositionsparteien kritisieren die erneuten Sparpläne. Die Gewerkschaften haben aus Protest für den 29. Juni erneut einen 24stündigen Generalstreik ausgerufen. Es wäre der fünfte in diesem Jahr.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Griechenland abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s