Wilder Streik in Piräus

Griechenland, 23. Juni: Aus Protest gegen den Sparkurs der Regierung blockieren Seeleute und HafenarbeiterInnen in Piräus, dem Hafen von Athen, die Fähren zu den Agäis-Inseln. Ein Gericht hat den Streik zuvor für unrechtmäßig erklärt. Doch die aufrufende Gewerkschaft PAME, die der kommunistischen KKE nahe steht, hält am Ausstand fest. Sie will damit einen zeitgleichen Streik der MaschinistInnen gegen die Rentenreform unterstützen.

Während die anderen Gewerkschaften in Piräus dem Appell der PAME größtenteils nicht folgen, schließen sich in Athen Beschäftigte aus weiteren Branchen der 24-stündigen Arbeitsniederlegung an, darunter BauarbeiterInnen und Krankenhauspersonal. Auch die BahnmitarbeiterInnen treten mehrfach für zwei Stunden in den Ausstand.

Schon jetzt verzeichnet die für Griechenland wichtige Tourismusbranche deutlich rückläufige Buchungen im Vergleich zum Vorjahr.

Unter dem Eindruck der massiven Proteste hat die sozialdemokratische Regierung inzwischen angekündigt, die Arbeitsmarktreform nicht wie geplant vom Staatspräsidenten dekretieren zu lassen. Stattdessen soll das Parlament über das Gesetz befinden.

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