Fünf Generalstreiks in fünf Monaten

Griechenland, 29. Juni: Erneut treten Privatsektor und öffentlicher Dienst für 24 Stunden in den Ausstand. Es ist der fünfte Generalstreik in fünf Monaten. Aufgerufen haben die beiden größten Gewerkschaften ADEDY und GSEE. Schulen und Banken bleiben geschlossen, Busse fahren nicht, die Krankenhäuser arbeiten mit Notbesetzung.

In Piräus versperren einige hundert Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME erneut den Zugang zu den Ägäis-Fähren. Die Polizei geht mit Tränengas gegen die Blockaden vor.

In Athen und Thessaloniki gehen den Gewerkschaften zufolge 35.000 Menschen auf die Straße. Damit bleibt die Beteiligung hinter den Ankündigungen zurück, ein Rückgang der TeilnehmerInnen-Zahl kommt wegen der beginnenden Sommerferien aber nicht völlig unerwartet.

Vor dem Parlament in Athen geraten Protestierende und Polizei aneinander. Ebenfalls auf dem Syntagma-Platz versucht eine Gruppe Neofaschisten, sich der Demo anzuschließen, wird aber verjagt.

Ungemach droht Ministerpräsident Giorgios Papandreou auch im Parlament. Angeblich erwägen einige Abgeordnete der regierenden PASOK, kommende Woche gegen die äußerst unpopuläre Rentenreform zu stimmen. Die SozialistInnen verfügen über eine Mehrheit von sieben Sitzen. Für den Fall einer Abstimmungsniederlage hat Papandreou bereits Neuwahlen angekündigt.

Mehr dazu:

Interview mit dem Gewerkschafter Giannis Koutras: weiter hier

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