Erneute Streiks in Griechenland

Griechenland, 9. September: Im ganzen Land stehen die Züge still. Grund ist ein fünfstündiger Streik der Bahnbeschäftigten. Zwischen 11 und 16 Uhr protestieren sie gegen die geplante Teilprivatisierung ihrer Gesellschaft. Schon am Vortag ist es zu einem begrenzten Ausstand gekommen, bei dem die Bus- und U-Bahn-FahrerInnen in Athen aus Solidarität ebenfalls die Arbeit niedergelegt haben.

Kommenden Monat will die sozialistische Regierung einen Gesetzentwurf vorlegen, demzufolge 49 Prozent der Bahngesellschaft an private Investoren verkauft werden sollen. Die Regierung folgt damit den Empfehlungen der Troika aus IWF, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank. Der Teilverkauf soll staatliche Ausgaben senken.

Auch die LastwagenfahrerInnen sind nach den Auseinandersetzungen Ende Juli wieder aktiv geworden. Mit einer Straßenblockade in Athen haben sie am 7. September erneut gegen die Liberalisierung ihres Berufes protestiert.

Unterdessen ist die griechische Wirtschaft offiziellen Statistiken zufolge im zweiten Quartal geschrumpft. Insbesondere der private Konsum ist aufgrund der Sparmaßnahmen um 4,2 Prozent gesunken.

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