Papandreou beschwört Überlebenskampf

Griechenland, 11. September: Mehr als 20.000 Menschen demonstrieren in Thessaloniki gegen die Sparpolitik der Regierung. Dort eröffnet Premierminister Giorgos Papandreou die wichtigste Wirtschaftsmesse des Landes. In seiner Rede beschwört der sozialistische Regierungschef einen „Überlebenskampf“ gegen den Staatsbankrott, den nur alle gemeinsam gewinnen könnten.

Den anwesenden WirtschaftsvertreterInnen verspricht er eine Senkung der Unternehmenssteuern von 24 auf 20 Prozent. Zugleich kündigt er die Liberalisierung weiterer geschlossener Berufe, die Deregulierung des Strommarktes und die Umstrukturierung von Staatsfirmen an. „Wir wollen uns von einem parasitären zu einem produktiven Griechenland bewegen“, zitiert ihn die konservative Tageszeitung Ekathimerini.

Am 13. September legen die Beschäftigten der staatlichen Eisenbahn aus Protest gegen die geplante Teilprivatisierung ihrer Gesellschaft erneut für 24 Stunden die Arbeit nieder. Sie wehren sich damit nicht zuletzt gegen den angekündigten Stellenabbau und die geplanten Zwangsverrentungen. Weitere Streiks sollen folgen.

Ebenfalls am 13. September beginnen die LastwagenfahrerInnen mit einem unbefristeten Ausstand gegen die erzwungene Liberalisierung ihres Berufes.

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