Zweiter Ausstand bei Londons U-Bahn

Großbritannien, 4. Oktober: Am Abend endet der 24stündige Streik bei der Tube. Die Beschäftigten wehren sich mit der Arbeitsniederlegung gegen den geplanten Abbau von 800 Stellen im Ticketverkauf. Drei von elf U-Bahn-Linien fallen aus. Zahlreiche PendlerInnen müssen auf Busse oder Taxis umsteigen.

Über die Streikbeteiligung gehen die Angaben auseinander. Der Betreibergesellschaft Transport for London zufolge sind 30 Prozent der Züge gefahren und 75 Prozent der Station offen geblieben. Bob Crow, Chef der aufrufenden Gewerkschaft RMT, bestreitet diese Angaben: „Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit.“ Sollte vorher keine Einigung erzielt werden, sind für November zwei weitere Arbeitskämpfe geplant.

Londons Tory-Bürgermeister Boris Johnson bezeichnet den Ausstand als „offenkundig politisch“ und fordert eine Verschärfung des Streikrechtes. Auch die Regierung schlägt einen schärferen Ton an. Der konservative Premier David Cameron sagt, die PendlerInnen „haben, so wie ich, die Nase voll davon, dass die Gewerkschaft es scheinbar genießt, in den Streik zu treten, statt gemeinsam mit allen anderen an der Verbesserung der U-Bahn zu arbeiten.“ Cameron selbst erwarten in den kommenden Wochen Proteste gegen das Sparpaket seines Kabinetts. Die Gewerkschaften haben einen heißen Herbst angekündigt.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Großbritannien abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s