Vor dem Generalstreik?

Italien, 16. Oktober: Hunderttausende demonstrieren in Rom für soziale Rechte und gegen „Erpressungen“. Die aufrufende Metallgewerkschaft FIOM wirft der Regierung Berlusconi vor, die Krise als Vorwand für die Einschränkung von Arbeitnehmerrechten zu nutzen. Der Demonstration der StahlarbeiterInnen schließen sich auch zahlreiche Prekäre und Studierende, RentnerInnen und MigrantInnen an. Sie sind mit 700 Bussen und sieben Sonderzügen aus ganz Italien angereist. Auch die Oppositionsparteien sind mit ihren Spitzen vertreten. Die Gewerkschaft nennt keine offizielle Teilnehmerzahl, es könnten bis zu einer Millionen Menschen sein, schätzt Giorgio Cremaschi von der FIOM.

Am 27. November soll erneut in Rom demonstriert werden. Sollte die Regierung dann weiterhin an ihrer Politik festhalten, werde es einen Generalstreik geben, kündigt der Gewerkschaftsbund CGIL an.

Schon am 15. Oktober haben in mehreren Städten Italiens insgesamt 100.000 Menschen demonstriert, darunter 20.000 in Turin, sowie je 15.000 in Rom und Neapel. Sie folgten einem Aufruf der Basisgewerkschaft COBAS, die für diesen Tag einen Bildungsstreik ausgerufen hatte. Ihr zufolge lag die Beteiligung am Ausstand bei 30 Prozent. In Turin solidarisierten sich Fiat-ArbeiterInnen mit den protestierenden Studierenden, SchülerInnen und DozentInnen.

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