Der größte Streik seit 1989

Tschechien, 8. Dezember: Aus Protest gegen Sparpläne der Regierung treten zehntausende Staatsbedienstete in einen ganztägigen Streik. Laut Gewerkschaft legen 148.000 der 650.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes die Arbeit nieder. Tausende Schulen bleiben ebenso geschlossen wie Bibliotheken und Museen, die Krankenhäuser schränken ihren Dienst ein. Es ist der größte Ausstand seit 1989. Um fünf nach zwölf gehen in 20 Städten des Landes Menschen auf die Straße, bei kaltem Winterwetter bestehen die Demonstrationen aber zumeist nur aus einigen hundert Menschen. Am größten fallen die Protestzüge in Prag und Brno aus.

Für kommendes Jahr plant die Mitte-Rechts-Regierung, die Gehälter im Staatssektor um zehn Prozent zu kürzen. Die Gewerkschaften plädieren stattdessen für Steuererhöhungen. Während Präsident Václav Klaus den Streik „unverantwortlich“ nennt, nehmen VertreterInnen der oppositionellen SozialdemokratInnen und KommunistInnen an der Demonstration in Prag teil.

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