Neue Proteste in Dublin

Irland, 16. Februar: Gut 3.000 angehende Krankenschwestern und Hebammen demonstrieren in Dublin gegen Kürzungen im Gesundheitsbereich. Zu ihrer Ausbildung gehört ein obligatorischer, neun Monate dauernder Arbeitseinsatz im Krankenhaus. Geht es nach der scheidenden konservativen Regierung, sollen sie diesen Dienst künftig unbezahlt erbringen müssen. Auf der Kundgebung bezeichnet eine Gewerkschaftssprecherin das als „Sklavenarbeit“. Bei den anstehenden Parlamentswahlen am 25. Februar werde man diejenigen bestrafen, die solche Verhältnisse einführen wollen.

Bereits am 10. Februar haben in der Mittagszeit in zahlreichen Hospitälern des Landes angehende Krankenschwestern und Hebammen gegen die Sparpläne protestiert. Ingesamt beteiligen sich etwa 3.500 Menschen.

Am 28. Januar endet in Dublin nach neun Tagen ein symbolischer Protestmarsch. Acht Männer sind 150 Kilometer zu Fuß von Kilkenny nach Dublin gezogen. Sie fordern nicht zuletzt mehr Perspektiven für die junge Generation. Aufgrund der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit wird für 2011 erneut mit einer massiven Auswanderung gerechnet. Bis zu 50.000 zumeist jüngere Menschen könnten die Insel verlassen, vor allem in Richtung englischsprachiges Ausland. Damit würden selbst die Zahlen von 1989 übertroffen, als die letzte große Emigrationsbewegung ihren Höhepunkt erreichte. Seinerzeit verließen 44.000 Menschen das Land.

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