Unmut über Sparkurs

Niederlande, 17. Februar: In Den Haag demonstrieren mehrere tausend Menschen gegen die Sparpläne der rechtsliberal-konservativen Regierung. Bis zu 110.000 Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst seien davon bedroht, warnt die Gewerkschaft Abvakabo. Ihr zufolge beteiligen sich 10.000 Menschen an der Kundgebung.

Kurz zuvor sind zwischen dem 14. und 16. Februar in Amsterdam, Rotterdam und Den Haag die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in einen partiellen Streik getreten. Die Regierung will die Ausgaben für Bus, Straßen- und U-Bahn der drei Städte um 120 Millionen Euro senken. Die jeweiligen Stadträte warnen vor den geplanten Kürzungen.

Auch die Studierenden wehren sich. Aus Protest gegen angekündigte Einschnitte im Bildungsbereich kommt es am 1. Februar in mehreren Universitätsgebäuden zu Besetzungen, so in Amsterdam, Utrecht und Nijmegen. Bereits am 21. Januar haben bis zu 15.000 Studierende und DozentInnen in Den Haag demonstriert. Einige hundert HochschullehrerInnen protestieren im vollen Professorengewand. Schon am 29. November sind in Den Haag etwa 1.500 Studierende auf die Straße gegangen. Geht es nach der Koalition, sollen Studierende, die nach drei Jahren noch keinen Abschluss vorweisen können im folgenden Jahr 3.000 Euro zusätzliche Studiengebühren zahlen. Die gleiche Summe soll den Universitäten für jeden Studierenden abgezogen werden, der die Regelzeit überschreitet.

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