Landesweit für bessere Löhne

Belgien, 4. März: Mit landesweiten Streiks und Demonstrationen protestieren GewerkschafterInnen für bessere Löhne. Im französischsprachigen Wallonien legt der Ausstand die Industrie weitgehend lahm, in Brüssel trifft er vor allem die Verwaltung. Auch Busse und Straßenbahnen der Hauptstadt fahren seltener als gewohnt. In Flandern kommt es zu Arbeitsniederlegungen im Nahverkehr. Jeweils 1.000 Menschen gehen in Antwerpen, Arlon und Gand auf die Straße, je 2.000 in Louvain und Gent.

Entzündet hat sich der Konflikt an der in Belgien üblichen Indexierung der Gehälter. Diese müssen automatisch an die Inflation angepasst werden. Ein neuer Rahmenvertrag sieht vor, dass die Löhne darüber hinaus bis 2012 nur um 0,3 Prozent steigen sollen. Doch die Gewerkschaftsbasis hat diese Vereinbarung zwischen ihrer Spitze und der Regierung abgelehnt. Verschärfend wirken Signale seitens der EU, die grundsätzliche Bedenken gegen die Indexierung angemeldet hat.

Bereits am 11. Februar ist es in den fünf Verteilerzentren der Post zu einem 24stündigen Streik gegen geplante Auslagerungen und Privatisierungen gekommen.

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