Schulden-Appell und weitere Streiks

Griechenland, 18. März: Aus Protest gegen die geplante Zusammenlegung von Schulen legen die LehrerInnen für einige Stunden ihre Arbeit nieder. Die Regierung will mit der Maßnahme Kosten sparen; SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen fürchten überfüllte Schulen und verschlechterte Lernbedingungen.

Am Vortag, dem 17. März, sind die Beschäftigten des Athener Nahverkehrs für 24 Stunden in den Ausstand getreten. Sie wehren sich damit gegen geplante Gehaltskürzungen. Zeitgleich streiken auch JournalistInnen und MedientechnikerInnen ganztägig. Radio und Fernsehen senden keine Nachrichten, Websiten werden nicht aktualisiert und die Zeitungsausgaben für den folgenden Tag nicht erstellt. Der Medien-Streik richtet sich gegen die geplante Entlassung von TechnikerInnen und die Absage der VerlegerInnen an allgemeine Tarifverträge. Aufgrund der anhaltenden Rezession sind in den vergangenen zwei Jahren die Werbeeinnahmen um gut 50 Prozent gesunken, rechnet der Verband der griechischen ZeitungsverlegerInnen vor.

Unterdessen ist in Athen ein internationaler Aufruf zur Überprüfung der griechischen Schulden vorgestellt worden. Über 200 prominente UnterstützerInnen fordern die Einrichtung einer Öffentlichen Kommission. Sie soll die Rechtmäßigkeit der Schulden prüfen, die der griechischen Krise zugrunde liegen und bessere Bedingungen für das Land erreichen. Zu den UnterzeichnerInnen gehören mehrere WirtschaftswissenschaftlerInnen, zwei Ex-Minister aus Ecuador, Europaparlamentarier der Grünen und der linken Syriza sowie die Intellektuellen Noam Chomsky und Slavoj Žižek.

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